willkommen
kontakt
impressum
suchen

Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

institutionen → Verein Deutsche Sprache e. V.
2019-3-8

Wer ist wer in der reformdiskussion? Institutionen, zitate, anmerkungen.

ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org

Verein Deutsche Sprache e. V.

BVR-schreibweise

Verein deutsche sprache e. v.

früherer name

Verein zur Wahrung der deutschen Sprache (VWDS)

 

logo

adresse

Martin-Schmeißer-Weg 11, D-44227 Dortmund; postfach 10 41 28, D-44041 Dortmund

telefon

+49 231 79485-20

elektronische post

info
vds-ev.de

publikations­organ

Sprachnachrichten (vierteljahreszeitschrift, issn 1868-8748)

gründung

12. 11. 1997

zweck

Der gemein­nützige Verein Deutsche Sprache e. V. fördert Deutsch als eigen­ständige Kultur­sprache. […] Der VDS […] steht dafür, dass wir uns für die deutsche Sprache einsetzen können, ohne deutsch­tümelnde oder nationa­listische Ziele zu ver­folgen. Der VDS ist über­parteilich; zu seinen Mitgliedern gehören Ver­treter aus allen Parteien im Deutschen Bundestag.


Zitate

Andreas Rosen­felder, Welt am Sonntag, 8. 9. 2013

Vernünftige Menschen haben sich angewöhnt, alles mit größter Skepsis zu betrachten, was von Leuten hinaus­posaunt wird, die irgend etwas "schützen" wollen. Umwelt­schützer, Tierschützer, Klimaschützer, Daten­schützer, Verbraucher­schützer und leider sogar Kinder­schützer neigen dazu, wie Zeugen Jehowas das Nahen des Weltuntergangs zu verkünden. Der in Dortmund beheimatete "Verein Deutsche Sprache" (VDS), der die deutsche Sprache hüten will, ist keine Ausnahme, das belegen Zitate seiner "prominenten" Mitglieder auf seiner Heimatseite: Die Sängerin Edda Moser glaubt, die deutsche Sprache sei im Begriff zu verenden "wie ein krankes Tier". Ein Professor Edgar Weiler barmt: "Die Sprache ist ein Teil der Seele eines Volkes. Gezielter Sprach­verfall ist geplanter Seelenmord." Gern wüsste man, wer in Deutschland "gezielt" auf den Verfall der Sprache hinarbeitet. Möglicher­weise werden irgendwo ja auch Ritualmorde an kleinen Wörtern begangen, von denen man in der Presse nie etwas liest.

, uebermedien.de,

Eine Gruppe von Germanisten hat jetzt darauf hin­gewiesen, dass die Haltung des Vereins „ein Muster­beispiel für einen in­toleranten, unaufgeklärten Sprach­purismus“ sei und der VDS „immer wieder nationalisti­sche Tendenzen bedient“. […] VDS-Mitglieder sind stolz darauf, immer noch so zu schreiben, wie sie es in der „einstigen Volks­schule“ gelernt haben […].

, uebermedien.de, leser­kommentar,

Sprachvereine gibt es seit dem 17. Jhdt. (u.a. „Frucht­bringende Gesell­schaft“), in der Nazi-Zeit wurden sie eher behindert und gar nicht gefördert. Damals wollte man auch eine sehr weitgehende Rechtschreib­reform, zu der es nicht mehr kam, aber diese lebte nach 1945 in manchen Köpfen weiter (z.B. Klein­schreibbung der Substantiva). Daher es ist es absurd, dem VDS irgend­etwas Pegida- oder AfD-haftes zu­zuschreiben.