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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Broder, Henryk M.

: Bundestagswahl: Noch 53 Tage. Die Welt (), , s. 3, Forum
Mir schwebt ein anderes System vor […]. Die Kriterien wären das Alter, der öko­logische Fuß­abdruck und die soziale Parti­zipation. Die Jungen, sagen wir von 18 bis 35, hätten drei Stimmen, die Mittleren von 31 bis 60 hätten zwei, und die Senioren ab 61 hätten eine Stimme. […] Für die kommende Wahl wird die Zeit nicht mehr reichen, aber in vier Jahren wird wieder gewählt. Bis dahin sollte nicht nur die Rechtschreib­reform reformiert, sondern auch das Wahl­recht neu kon­zipiert werden.

Für die rechtschreibreform, die in Broders satire etwas unmotiviert auftaucht, wäre ein solches system bestimmt nicht schlecht (stichwort generation).

: Links vor rechts. Die Welt, , nr. 105, s. 16, Motor
In Großbritannien, den britischen Kanal­inseln, Malta und Zypern wird links gefahren und rechts überholt. Das prägt die Menschen. Links ist sozusagen die Regel, rechts die Ausnahme. Bei uns ist es umgekehrt. Wir fahren nicht nur rechts, wir haben einen „Rechtsstaat“, wir sind „recht­schaffen“, bei uns wird „Recht ge­sprochen“, wir streiten um „Bürger­rechte“ und „Tierrechte“. Ein Anwalt ist ein „Rechts­beistand“, eine Emanze eine „Frauen­rechtlerin“, der Frisör ein Opfer der „Rechtschreib­reform“.
: Yoram und die Königin. Israel-Tagebuch von Henryk M. Broder. Spiegel Online, , nr. 1
Deutsche und israelische Intellektuelle haben einiges gemeinsam. Sie werden nicht gehört, versuchen trotzdem immer wieder, sich Gehör zu verschaffen. Dabei sind die Israelis besser dran: Ihnen geht es um Krieg und Frieden, Leben und Überleben, den deutschen Kollegen nur um die Rechtschreib­reform und die Kultursubventionen.

Abgesehen davon, dass krieg nicht unbedingt erfreulicher ist als rechtschreibreform, hier unser buchtipp: Landmann, Michael: Neugestaltung der hebräischen Schrift. 1977. Bonn.


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