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2020-4-13
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Denk, Friedrich

: Keine Grundlage für unsere Sprache (I). , , Leserbriefe
Die ganze Rechtschreibreform, die Millionen Arbeits­stunden vergeudet, Milliarden gekostet und eine jahrzehnte­lange und noch an­haltende Ver­wirrung bewirkt hat, war nichts anderes als ein Schreib­diktat.
: Milliardenschaden durch Rechtschreibreform. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 184, s. 6, Briefe an die Herausgeber
Wenn die Kultusminister zwar den Milliarden­schaden nicht aus­gleichen können, so könnten sie sich doch bei allen Schreibenden, unter anderen den Sekretärinnen, den Journalisten und allen Autorinnen und Autoren, vor allem den Kinder- und Jugendbuch­autoren, deren Bücher verhunzt wurden, dafür entschuldigen, dass beziehungs­weise daß wir seit fast zwanzig Jahren für das büßen müssen, was die Minister sich von den „Reformern“ haben auf­schwatzen lassen und […] der deutschen Schrift­sprache auf­gezwungen haben.
: Kein Schlußstrich. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 293, s. 18, Briefe an die Herausgeber (499 wörter)
Bald wird also auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung "daß" mit vier Buchstaben schreiben. […] Man versteht durchaus, daß sie sich nicht länger als einzige deutschsprachige Tageszeitung außer der "jungen welt" gegen die von den Mächtigen hierzulande verordneten Schreibveränderungen wehren mag. Was aber bedeutet das für die Reformkritiker? […] So recht (Reformschreibung: "So Recht") die Kritiker auch hatten mit ihren Argumenten (die Rechtschreibreform war und ist in der Tat überflüssig, milliardenteuer, mißlungen, unpädagogisch, undemokratisch) - sie haben diese "Reform" nicht verhindern können. Die Kritiker haben also umsonst gekämpft im Sinn von "vergeblich", freilich nicht umsonst im Sinn von "kostenlos" […].
: Konrad Dudens doppelter Todestag. Münchner Merkur (merkur-online.de), , Politik (486 wörter)
Am Montag vor 94 Jahren, am 1. August 1911, starb in Wiesbaden der Vater der einheitlichen deutschen Rechtschreibung, Konrad Duden. Gleichsam zur Feier seines Todestages wird am Montag, da in allen deutschen Behörden und in den meisten Schulen die Rechtschreib­reform verbindlich wird, sein Lebenswerk vernichtet.
: «Wirres Durcheinander» III. Geküsst wird noch immer, TA vom 31. 7. Tages-Anzeiger, , s. 21, Forum (113 wörter)
Vor dieser […] Schreibverwirrung haben wir […] seit Oktober 1996 gewarnt — nicht als «selbst ernannte Sprachschützer», sondern als unmittelbar Betroffene, die sich wie die grosse Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger dem Diktat der deutschen Kultusminister und einiger so genannter Experten nicht unter­werfen wollen.
: Wer lobt die Rechtschreibreform? Mehrheit der Deutschen offenbar für Rücknahme der Rechtschreibreform. Mainpost, , Politik
Man kann vier Gruppen unterscheiden, die alle ein spezielles Interesse an ihr haben: Die Erfinder der Rechtschreib­reform, die Kultus­minister und ihre Untergebenen, einige Verlags­häuser sowie die "Modernisten".
: „Knall rote Köpfe.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, , Briefe an die Herausgeber (418 wörter)
Auch deshalb abonniere ich die F.A.Z. wieder, die ich vor einem Jahr abbestellt hatte, weil ich nicht mit ansehen wollte, wie sich freie Journalisten der Macht beugen müssen. Und ich werde auch vier andere Zeitungen wieder bestellen, wenn auch sie es wagen, das Vernünftige zu tun.
: Schreibreform: Begrüßte Verweigerung (I). Die Presse, , nr. 15.438, Spectrum, s. XI, Tribüne der Leser
Herzlichen Glückwunsch und Dank der "Presse", daß sie getan hat, was selbstverständlich sein sollte: nämlich die Leser befragen, wenn so etwas Einschneidendes vorgenommen werden soll wie die sogenannte Rechtschreibreform.
: Das wahre Unwort des Jahres. Die Welt, , s. 11, Forum, Leserbriefe
Die alljährliche Proklamation eines "Unworts" ist lächerlich, solange die selbsternannte Jury sich scheut, die wahren "Unwörter" zu nennen, zum Beispiel das Unwort des Jahrzehnts "Rechtschreibreform". Hier ist das angeblich gesuchte "besonders krasse Mißverhältnis von Wort und bezeichneter Sache" exemplarisch deutlich.
: Mächtige brauchen die Demokratie nur zum Gewähltwerden. Zu "Schutz fürs Rechtschreiben?" von Hermann Unterstöger in der SZ vom 11. Dezember. Süddeutsche Zeitung, , nr. 2, s. 9, Briefe an die Süddeutsche Zeitung
Warum kann sie [die rechtschreibreform] nicht "richtig leben"? Weil sie eine Mißgeburt ist, den Köpfen einiger Deutsch-Didaktiker entsprungen, die etwas ganz anderes wollten, nämlich die Kleinschreibung, und — als dies mißlang — in anderen Bereichen herumgepfuscht haben. […] Wie geht es weiter? Wie bei einem Familienausflug, bei dem Herr Papa sich an der Kreuzung irrt, aber lieber 30 Kilometer Umweg fährt als 300 Meter zurück!
: Verhöhnte Bürger Schleswig-Holsteins. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 303, s. 9, Briefe an die Herausgeber
Wie konnte es zu diesem Wirrwarr kommen? Voraussetzung war eine beispiellose sprachliche Machtergreifung: Eine "Hand voll so genannter" Experten heckt etwas Reformartiges aus, einige Politiker lassen sich über den grünen Tisch ziehen, dann werden blitzartig Lexika gedruckt und die Schulen gleichgeschaltet. […] Wie geht es weiter? Wie bei einem Familienausflug, bei dem ein Papa sich an der Kreuzung irrt, aber eher 50 Kilometer Umweg fährt als 500 Meter zurück.
: Naheliegenden Vergleich als persönlichen Angriff mißverstanden II. Süddeutsche Zeitung, , nr. 122, Briefe an die Süddeutsche Zeitung
In der Tat möchten die Kultusminister mit ihrer "Neuregelung" in nahezu allen Fällen bisherige Schreibungen als angeblich fehlerhaft verbieten und dafür andere, meist schlechtere anordnen. Damit scheren sie aus der seit 100 Jahren bewährten einheitlichen Schreibung aus und bringen alle, die deutsch schreiben, in eine Zwangslage. 80 Millionen müßten sich, zum Teil immer wieder, zwischen dem angeblich überholten "daß" der Sprachgemeinschaft und dem angeblich progressiven "dass" der Kultusbürokratie entscheiden.

Es sind höchstens 40 millionen; der rest hat schon mit der «bewährten» schreibung ein problem: schreibkompetenz.

: Die Rechtschreibreformer spielen auf Zeitgewinn. Süddeutsche Zeitung, , s. 14, Leserbriefe (512 wörter)
[…] man macht Kon­zessionen in Einzel­heiten, um die Haupt­sache zu retten […]. Diese Kunst, Ballast abzuwerfen (wie Bank­räuber, die drei Säcke mit Münzen wegwerfen, damit die Verfolger sich balgen), haben die „Reformer” schon beim Hearing im Mai 1993 bewiesen, als sie die „gemäßigte” Klein­schreibung auf­gaben, und im November 1995, als sie 39 Vorschläge (Frefel, Packet, Triumpf etc. ) zurück­nahmen.
: Wenn eine Schlechtschreibung von oben diktiert wird. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 15, Briefe an die Herausgeber (602 wörter)
Ist es etwa belanglos, wenn Schüler (und nach ihnen Millionen Erwachsene) sich mit schlechteren oder gar falschen Schreibungen auseinander­setzen (ge­plant: "auseinan­der setzen") müssen? Warum sollen sie gezwungen werden, anders zu schreiben als der Bundes­präsident und der Bundes­kanzler, anders als die be­deutendsten deutsch­sprachigen Schrift­steller und Germanisten?
: Tote Schriftsteller können sich nicht mehr wehren. Süddeutsche Zeitung, , s. 50, Leserbriefe (699 wörter)
Von der ss-Regel abgesehen, die nichts einfacher macht, sind sogar nur 45 verändert, also umgerechnet nur eines von 383 Wörtern. Das ist viel zu wenig, um irgendeine Erleichterung zu ermöglichen. Und wegen so weniger Änderungen sollen die Bücher neu gedruckt und alle Computer umgestellt werden und alle Schulen und alle Behörden und (wie es im „Amtlichen Regelwerk” definitiv heißt) „alle, die sich an einer allgemein gültigen Rechtschreibung orientieren möchten”, mühsam umlernen?
Zweierlei "Gesprächskultur" bei der Rechtschreibreform. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 10, (546 wörter)
Wurde ein einziger Kritiker zu einem Gespräch eingeladen? Nein. Vielmehr verhöhnte Hans Zehetmair die be­deutendsten deutsch­sprachigen Autoren, sie seien "offenbar von einer mehr­jährigen Auslands­reise zurück­gekehrt" […].
neu : Vorurteile lassen sich nicht widerlegen. Süddeutsche Zeitung, , s. 29, Leserbriefe (705 wörter)
Am selben Tag, als Conny Neumanns Artikel erschien, hatte ich eine mehrstündige Begegnung mit dem Deutsch­land-Korrespondenten des Nieder­ländischen Rundfunks, der eine Reportage über die Rechtschreib­reform vor­bereitet. Diese Frage interessiert unsere Nachbarn brennend. Denn sie hatten vor einem Jahr eine Rechtschreib­reform. Und sie haben jetzt, wie der Titel eines aktuellen Best­sellers lautet, ein „Spellingchaos”, ein Schreib-Chaos.
: Fremde Federn: Friedrich Denk. Noch ist es nicht zu spät. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , S. 16, Politik
Kann man den Zug noch stoppen? Jeder Zug kann angehalten werden. Und dieser Zug ist kaum angefahren. […] Die Unterzeichner der "Frankfurter Erklärung" gegen die Rechtschreibreform wollen diese Schreibreform, so wie sie jetzt und erst jetzt erkennbar wird, nicht haben. Sie fordern deshalb die verantwortlichen Politiker auf, diese Reform zurückzunehmen, um jahrzehnte­lange Verwirrung zu vermeiden, um Millionen sinnlose Arbeits­stunden und Milliarden Mark einzusparen.

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