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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Finkenzeller, Roswin

: Schach. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 131, s. 7
Viel Ärger handelte sich unser Held auch mit der Beachtung der Rechtschreib­reform ein. Als Belastungszeuge vor dem Schwurgericht erklärte er unter Eid, an jenem Nachmittag, an dem der Mord geschah, sei er im Supermarkt, im Kino und im Übrigen gewesen. […] Eulenspiegel dozierte, der Großbuchstabe Ü verweise auf ein Ding, wahrscheinlich auf einen Hohlraum […].
: Schach. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 198, s. 8, Deutschland und die Welt
Nur der Vereinigten Staaten von Amerika wegen obwaltet vom Piloten-Slang bis zum Kongress-Jargon das Englische. […] Deutsche Erziehungs­berechtigte, die den Deutsch­unterricht für überflüssig halten, bestehen auch deshalb auf einer ordentlichen Verabreichung englischer Brocken, weil der Irrtum vorherrscht, die dahinter stehende Sprache sei einfach. Dabei ist schon der stubenreine Wortschatz riesig, die Fülle der schrägen, anzüglichen, anrüchigen, zotigen Redewendungen hingegen schier unermesslich. Auch ein fünfgliedriges Schulsystem würde an ihnen scheitern. Und dann die abwechslungsreiche Rechtschreibung!
: Schach. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 116, s. 10, Deutschland und die Welt
Wie einfach ist da die Groß- und Kleinschreibung! Gerade deshalb stürzen sich in unregelmäßigen Abständen kleine Geister auf sie und wollen sie ändern, jawohl, kleine Geister, diesmal eine Realität wie die aussterbenden großen Geister, aber eine Landplage sonder­gleichen.
: Der Erdinger. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, , nr. 30, s. 10, Meinung
Hans Zehetmair ist bauernschlau und Deutschlands oberster Rechtschreiber. Warum? Hans Zehetmair […] ist seit Jahrzehnten bayerischer Meister im Schmuse­kurs. Er hat noch jeden getätschelt, der in der CSU zu fürchten oder auszu­nützen war, und unzähligen Personen das Gefühl ver­mittelt, er nehme sie wirklich ernst.
: Schach. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 84, s. 12, Deutschland und die Welt
Seit aus Abscheu vor der Rechtschreibreform orthographisch jeder tut, was er will, ist Goethe der modernste deutsche Autor geworden. Wer "Göte" schreibt, liegt gar nicht so falsch, historisch vielleicht sogar richtig. Nur sollten dialektsprechende Abiturienten nicht gerade "Göhde" zu Papier bringen.

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