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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Hilliger, Sabine

: Belämmerte Gämse. Rechtschreibserie Teil 19. Frankfurter Rundschau Online (), , Wissenschaft
In der alten Rechtschreibung gab es einige Ausreißer, die dem Stammprinzip nicht folgten. Diese Ausnahmen hat die Neuregelung auf der Basis des heutigen Sprach­gebrauchs beseitigt. Das heißt, dass einem Wort ursprünglich eine vom jetzigen Verständnis abweichende Schreibung oder Bedeutung zugrunde gelegen haben kann. Gesprochene Sprache, Bedeutungen verändern sich. Da ist es nur legitim, dass auch die Schreibung dem zeit­gemäßen Gebrauch und Verständnis folgt.
: Regelmut statt Regelwut. ksta.de (Kölner Stadt-Anzeiger),
Die nächste Reform wird kommen – vielleicht in zwanzig oder dreißig Jahren. Länger wird es bestimmt nicht dauern, bis der Ruf nach Vereinfachung wieder ganz laut wird. Es sei denn, der jetzt dazu beauftragte Rat für Rechtschreibung achtet darauf, dass sich Veränderungen im Sprachgebrauch relativ schnell in den allgemeinen Regeln bzw. im Wörterverzeichnis widerspiegeln. Dann nämlich gäbe es eine kontinuierliche Entwicklung, die eine nächste Reform weit hinausschieben könnte.
: Punkt, Punkt, Komma, Strich. ksta.de (Kölner Stadt-Anzeiger),
Kommasetzung hatte immer schon den Beigeschmack, beliebig zu sein. Das hat sich auch durch die neuen Regeln der Rechtschreibreform nicht geändert, denn diese müssen nicht zwangsläufig eingehalten werden. […] Mit der Reform wurden die vielen Über- und Unterregeln gründlich auseinandergenommen. Aus vielen Dutzend Bestimmungen sind letztlich neun Grundregeln - Paragrafen - entstanden. Sie beschreiben ausreichend alle Fälle, in denen wir ein Komma setzen müssen oder können. Wer aber gehofft hatte, dass die Kommaregelungen im Zuge der Reform vereinfacht würden oder wenigstens etwas freier zu handhaben wären, sieht sich enttäuscht. Die Freiheiten, die ursprünglich vorgesehen waren, sind in den wichtigsten Teilen durch den Vorschlag des neuen Rats für Rechtschreibung und nach der Entscheidung der Kultusministerkonferenz im März 2006 zurückgenommen worden.
: Klein oder nicht klein? Serie: Richtig schreiben. ksta.de (Kölner Stadt-Anzeiger),
Die großschreibung der substantive ist noch gar nicht so alt, wie mancher denken mag. […] Der leser profitiert in erster linie von den großgeschriebenen satzanfängen, wie studien belegen. Nicht zweifelsfrei erwiesen dagegen ist, wie sehr die substantivgroßschreibung das erfassen eines wortes, ganzen satzes oder textes erleichtert. […] Sicher aber scheint zu sein, dass es auch in zukunft immer wieder forderungen nach der kleinschreibung geben wird.

Danke für die kleinschreibung!

: Binde-Striche nicht wahl-los benutzen. Serie: Richtig schreiben. ksta.de (Kölner Stadt-Anzeiger),
Zusammengesetzte Substantive schreibt man zusammen. Daran hat auch die Rechtschreibreform nichts geändert.
: Straße, Kuss und Fuß. Rechtschreibung, Teil 3. Frankfurter Rundschau, , Wissen & Bildung (480 wörter)
Hat da jemand tatsächlich behauptet, es gäbe fortan kein Eszett mehr? Das wäre schade. Dann hätten wir nämlich nicht länger die Möglichkeit, den betonten kurzen Vokal (Selbstlaut) vor dem stimmlosen S grafisch vom langen Vokal zu unterscheiden. […] Die Schweiz und Liechtenstein kennen diese Unterscheidung schon seit den 30er Jahren nicht mehr. […] Die neue ss/ß-Regelung ist eine der wenigen, bei der es tatsächlich keine Ausnahmen gibt. Deshalb muss auch das "daß" jetzt als dass geschrieben werden.

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