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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Illauer, Wolfgang

: Falschbetonungen und Getrenntschreibungen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 234, s. 8, Briefe an die Herausgeber
Nicht sehr oft, aber doch immer wieder einmal höre ich im Autoradio Betonungen wie "so genánnt", "richtig stéllen", "selbst ernánnt" statt sógenannt, ríchtigstellen, sélbsternannt. Die Falschbetonungen sind mit großer Wahrscheinlichkeit auf die sinnwidrige Getrenntschreibung der Rechtschreibreform zurückzuführen. Wenn Radiosprecher die Getrenntschreibungen vor Augen haben, kann sich sogar bei diesen routinierten Leuten eine falsche Betonung einschleichen.
neu : Schüler als Geiseln. Süddeutsche Zeitung, , s. 10, Leserbriefe (362 wörter)
Wie lange noch lassen sich die Zeitungen von Ministern, die mit dem Kopf durch die Wand wollen (Steinfeld), zum Narren halten?
neu : Sinnwidrige Getrenntschreibung I. Süddeutsche Zeitung, , s. 40, Leserbriefe (390 wörter)
Wo sind die Pro­fessoren, Journa­listen, Eltern, Schüler und Lehrer, die zivilen Wider­stand üben, auf den Tisch schlagen und sagen: „Jetzt reicht’s“?
: Propagandamärchen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 14, s. 9, Briefe an die Herausgeber (512 wörter)
Das bayerische Kultusministerium wirft den protestierenden Lehrern bezüglich des achtklassigen Gymnasiums (G 8) Desinformation vor. Leider ist es umgekehrt. Ich erinnere an die Einführung der Rechtschreib­reform. Da machte das Ministerium der Öffentlichkeit weis — und viele haben es geglaubt —, die Rechtschreib­fehler der Schüler würden nach Ein­führung der Reform um 50 Prozent zurückgehen. Das war Propaganda.
: Die neue Rechtschreibung in der Schule und in der Zeitung. Widerlegung der Argumente der Kultusminister und Reformer. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 231, s. 10, Die Gegenwart (2926 wörter)
Manchmal zeigt sich bei scheinbar harmlosen Kleinigkeiten Erschreckendes, geradezu Unheimliches. Es gibt viele Beispiele für diese Binsenweisheit, eines davon ist die Einführung der Rechtschreib­reform. Das Ausmaß an arroganter Machtausübung, an Manipulation […], an hartnäckiger Desinformation und Irreführung der Öffentlich­keit, das sich unsere vorbildlich demokratisch gesinnten Kultusminister bei der Durchsetzung der Reform geleistet haben und immer noch leisten, hätte ich nicht für möglich gehalten. Es ist unheimlich, wie da Verhaltens­muster totalitärer Machthaber aufblitzen.
: Deutsch mangelhaft. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 142, s. 9, Briefe an die Herausgeber
Ich möchte die Kritik an der Einführung des Fremdsprachen­unterrichts in der Grundschule noch schärfer formulieren. Es handelt sich um einen Schildbürger­streich, der noch verrückter ist als die so genannte Rechtschreib­reform.
: Rechtschreibreform — auf Abwegen zum Ziel? I. Neue Zürcher Zeitung, , nr. 216, s. 83, Briefe an die NZZ
Deshalb freut es mich ausserordentlich, dass wenigstens eine deutschsprachige Zeitung von internationalem Rang den ganzen Unsinn nicht mitmacht. […] die Reform verdankt ihren Erfolg […] unter anderem auch einem haarsträubenden Propagandamärchen, einer geradezu unverfrorenen Irreführung der Öffentlichkeit: die Zahl der Rechtschreibfehler gehe deutlich zurück.
: Verfehlt und wissenschaftlich widerlegt. Rechtschreibreform: Es lebe das Doppel-s; SZ vom 2. August (II). Süddeutsche Zeitung, , nr. 180, s. 10, Briefe an die Süddeutsche Zeitung
Aber jeder Lehrer, der Schüleraufsätze auf die Fehlerzahl untersucht und gewissenhaft Statistiken führt, wird feststellen, dass von einem wunderbaren Rückgang der Fehlerzahl nicht die Rede sein kann. Im Gegenteil: Die Fehlerzahl steigt im Durchschnitt leicht an! Eigentlich wäre gegen alle Kultusminister und Ministerialbeamten, die das, Märchen von der Schreiberleichterung verbreitet haben, ein gerichtliches Nachspiel erforderlich.
: Modernes Training für kritisches Denkvermögen (I). Süddeutsche Zeitung, , nr. 242, s. 47, Briefe an die Süddeutsche Zeitung
Die in der alten Schreibung unterrichteten Schüler Schleswig-Holsteins dürfen sich manchmal wundern über eigenartige Groß- und Getrenntschreibungen in ihren Schulbüchern […] Das ist […] ein glänzendes und didaktisch ungemein modernes Training fürs kritische Denkvermögen.

Eben, das ist es ja: Wenn man das denkvermögen schulen würde statt unnötige rechtschreibschwierigkeiten zu pauken, könnte auch herr Illauer sprachliche schwierigkeiten (kritisches Denkvermögen = reitende Artilleriekaserne) besser meistern.

: Naheliegenden Vergleich als persönlichen Angriff mißverstanden IV. Süddeutsche Zeitung, , nr. 122, Briefe an die Süddeutsche Zeitung
Man kann nur darüber staunen, mit welcher Hartnäckigkeit das Märchen von der Schreiberleichterung unablässig wiederholt und allen Leuten, jetzt sogar den Verfassungs­richtern, eingehämmert wird. Von einer Erleichterung ist nämlich, im ganzen gesehen, keine Spur zu entdecken.

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