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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Kopke, Wolfgang

: Rechtschreibreform erneut vor Gericht. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 230, s. 15, Briefe an die Herausgeber (559 wörter)
Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat mit seinem Beschluß vom 13. September einen Weg aufgezeigt, auf dem die Rechtschreibreform doch noch juristisch gestoppt werden könnte. […] Bleibt die herkömmliche Orthographie jedoch außerhalb der Schule weiterhin die allgemein übliche, sind die Schulen dauerhaft verpflichtet, beide Schreib­weisen zu lehren. Diese absurde Situation müßte dann wohl selbst die Kultusministerkonferenz zu der Einsicht bringen, daß eine Weiter­führung der Reform sinnlos ist und die von ihr selbst als notwendig beschworene Einheitlichkeit der Rechtschreibung nur dadurch erreicht werden kann und muß, daß sie ihre Beschlüsse zur Einführung der Rechtschreib­reform zurücknimmt.

Und dann sollte man endlich die leute vor den richter zerren, die die substantvgrossschreibung eingeführt haben.

: Rechtschreibreform als bürokratischer Selbstläufer. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 16, s. 37, Briefe an die Herausgeber
Ebenso unzutreffend ist die weitverbreitete Vorstellung, Rechtschreibung sei ein Produkt staatlicher Normsetzung und der Staat daher zu ihrer Reform legitimiert. Ganz im Gegenteil: Die ersten staatlichen Rechtschreibregeln für die Schulen entstanden zur Abwehr eigenmächtiger Reformbestrebungen weiter Teile der von Jacob Grimms Reformforderungen inspirierten Lehrerschaft.

Die notwendigkeit staatlicher normsetzung ist immer diskutabel, auch und besonders im fall der rechtschreibung. Aber die «abwehr» von änderungsbestrebungen als alleinige begründung der notwendigkeit ist eine neue idee, die von der originalität her eine promotion in staatsrecht verdient.


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