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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Lötzsch, Ronald

: Zwölf Thesen und zwei Texte zu einer alternativen deutschen Recht­schreibung. Interlinguistische Informationen, Beiheft 4 (), , s. 55 bis 56, Soziokulturelle Aspekte von Plansprachen
Auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes […] ist die von der Kultusministerkonferenz verfügte "Rechtschreib­reform" äußerst umstritten. Aus linguistischer Sicht ist sie eher als die Karikatur einer Reform zu bezeichnen, geeignet, jeden Gedanken an eine Reformierung der deutschen Orthographie, die auch diesen Namen verdient, für Jahrzehnte zu diskreditieren. Die Orthographie sollte für jeden leicht erlernbar sein, der die zu schreibende Sprache beherrscht oder erlernt.
: Die »Rechtschreibreform« und ihre »utopische« Alternative. Utopie kreativ (), , nr. 85/86, s. 21 bis 48
Die vorgeschlagene Neuregelung stellt keine wirkliche, von wissen­schaftlichen Kriterien ausgehende Rechtschreib­reform dar, sondern beinhaltet lediglich eine Reihe solchen Prinzipien zumeist diametral zuwider­laufender partieller Änderungen an den bisher geltenden Regeln. […] Die Chancen einer echten Rechtschreib­reform hängen also in hohem Maße von der fachlichen Qualifikation der für ihre Vorbereitung und Durchführung Verantwortlichen ab, seien es nun Sprach­wissenschaftler, Pädagogen oder Politiker. […] Dies bedeutet, daß einer echten Reform nur das phonologische und, hinsichtlich Zusammen- und Getrennt­schreibung, das grammatische Prinzip zugrunde liegen kann. Zu berücksichtigen sind dabei unbedingt auch der ökonomisch-ökologische und der inter­nationale Aspekt. Das semantische Prinzip – in ideographischen oder Hieroglyphen­schriften unvermeidlich – hat in einer Buchstaben verwendenden Recht­schreibung nichts zu suchen.

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