willkommen
kontakt
impressum
suchen

Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

presseartikel → autoren
2020-4-13
ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org

neue personensuche

Möcker, Hermann

: Geschoss. Der Sprachdienst, , 43. jg., s. 245, Aussprache
Hätte man die jetzige ß/ss-Schreibung bereits 1901 nach österreichischem Vorbild eingeführt, wäre es vermutlich nie zu dem phonetischen Chaos gekommen, von dem wir jetzt betroffen sind.
: Wer sagt, daß man Grüße als Grüs-se trennen soll? (Preisaufgabe aus Heft 6/1997). Der Sprachdienst, , 42. jg., nr. 5, s. 190—195
Die Gründe, warum manche oder viele Schreiber glauben, ß beim Worttrennen in s-s auflösen zu müssen, dürften einerseits lang zurückreichende historische Ursachen haben, anderseits im Streben nach einer einfach scheinenden Schreibpraxis ohne lange phonologische Reflexionen liegen, und schließlich drittens im schreibtaktisch-psychologischen Bereich.
: "das/daß": Trennung seit 1333 nachweisbar. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , Briefe an die Herausgeber
Man muß sich damals wohl etwas ge­dacht haben, als Artikel/Pronomen "das" von der neuen Konjunktion "daß" rechtschreib­lich geschieden wurde.
: Wie läßt sich die Schreibung der S-Laute sinnvoll vereinfachen? Sprachspiegel, , 31. jg., nr. 5, s. 138 bis 140, Rechtschreibreform (ganzer artikel)
Das „scharfe S“ (ß) […] wird in be­stimmten (Auslaut-)Positionen wider­sprüchlich und will­kürlich auch nach kur­zem Vokal verwendet, z. B. die Fässer – das Faß. Es ergibt sich besonders beim Konjugieren der Verba ein stän­diges „Pendeln“ zwischen ss und ß, z. B.: ich fasse, du / er / ihr faßt, wir / sie fassen; ich faßte, habe gefaßt (statt: fassen – fasste – gefasst). Dieser Hokus­pokus bei der Um­wandlung von „ss“ in „ß“ nach kurzen Selbst­lauten muss endlich auf­hören; es handelt sich dabei um eine Rechtschreib­regel der Kurrent­schrift. […] Schon seit über 100 Jahren fordern verantwortungs­bewusste Rechtschreib­reformer die sogenannte „reduzierte ß-Schreibung“, welche das „scharfe S“ (ß) auf seine ur­eigenste Aufgabe be­schränkt: die Kenn­zeichnung eines „scharfen“ (stimmlosen) S-Lautes nach langem Selbst­laut und nach Zwielaut […]. Die Ab­schaffung des Längen­zeichens „ß“ und sein wider­sprüchlicher Ersatz durch das Kürze­zeichen „ss“ ist […] kein tauglicher Vor­schlag zu einer Rechtschreib­reform.

neue personensuche