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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Muschg, Adolf

: Befehl und Kleinmut. Typisch Deutschland? Das Grundgesetz soll nun die Sprache vorschreiben, aber die Goethe-Institute werden geschlossen. Süddeutsche Zeitung, , Themen des Tages, rubrik Außenansicht (952 wörter)
Gerade wo es um Sprache geht, ist der Staat ein untauglicher Gesetzgeber, wie er jüngst am vergleichsweise harmlosen Beispiel einer Orthographiereform vorgeführt hat.
: Der Höcker der Rechtschreibereform. Schweizer Monatshefte, , 83. jg., nr. 11, s. 3f., zu Gast (1256 wörter)
Orthographie, als begradigte Sprache, kommt einem kulturellen Gedächtnisverlust gleich. Denn die Geschichte, die die Sprache erzählt, verbirgt sich in ihrer Schreibung, und wenn diese eine Differenz zum gesprochenen Laut zu erkennen gibt, ist sie bedeutsam: darin steckt eine Erinnerung.

So ein pech, dass sich die geschichte der sprache ausgerechnet in der schreibung verbirgt. (Die deutschen hören wohl nicht, wie wir biisse und die engländer beit sagen statt beissen — aber sehen können sie es dummerweise auch nicht!) Aber wenn es so wäre: Ist das, was jetzt passiert (bzw. 1996 bzw. in den letzten 20 jahren), keine geschichte? Oder keine genehme geschichte? In zukunft eilen wohl auserwählte historiker auf das schlachtfeld, in das forschungslabor und ins parlament und rufen: «Halt! Was hier geschieht, ist keine geschichte! Dieser krieg, dieses forschungsergebnis, dieser beschluss ist ein unorganischer eingriff. Wir beginnen nochmals dort, wo wir vor zehn jahren waren.»


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