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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Nolte, Jost

: Ein Plädoyer für die Freiheit der Autoren. Deutschstunde von Jost Nolte. Berliner Morgenpost, , Feuilleton
Ich will nicht das Gras vom allmählich überwucherten Streit um die neue Orthographie fressen. Aber da ist jemand in einem Manuskript von mehr als 450 Seiten tätig geworden und hat, ohne mich, den Autor, zu informieren, die Kommata umverteilt. […] Kampf um Korrektur der Korrektur? Ich werde wohl kapitulieren. Der Geist mannhafter Anti-Reformer beseelt mich nicht. Eher neige ich dazu, einiges für nützlich, anderes für überflüssig und nicht allzu viel für ärgerlich zu halten. Aber ich plädiere für die Freiheit der Autoren. Hat nicht Heinrich Heine geschrieben, wie ihm die Worte in die Feder flossen, und war nicht ein gewisser Goethe großherzig genug, es Sekretären zu überlassen, wie sie seine Werke zu Papier brachten? Das geschah bekanntlich, bevor Konrad Duden die Regelungswut einläutete.
: Vom Endsieg sprachen schon die Brüder Grimm. Warum Jürgen Pauls Kritik an Sebastian Haffners «Geschichte eines Deutschen» zu vorschnell war. Berliner Morgenpost, , Feuilleton
Was den «Endsieg» angeht, hätte Jürgen Paul nur in der Neufassung des Wörterbuchs der Brüder Grimm nachschlagen müssen […]. Der «Endsieg» findet sich dort zwischen «Endschlusz» — keine neue deutsche Recht­schreibung, sondern 19. Jahrhundert! — und «Endsilbe».
: Rückbau. Berliner Morgenpost, , Feuilleton, Glosse
Im Ernst, der Präsident der Akademie sollte uns verraten, was er im Sinn hat. Will er Korrekturen, die «leid» und «Leid» betreffen, oder will er die Rechtschreib­reform zu Klumpatsch schlagen? Merke: Ein Euphemismus ist eine besonders tückische rhetorische Figur.

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