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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Reents, Edo

: Sprache ist, wie sie ist. Dem Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg zum achtzigsten Geburtstag. Frankfurter Allgemeine Zeitung (), , s. 11, Feuilleton (640 wörter)
Gleich in seinem ersten, vor zwanzig Jahren unter der Rubrik „Fremde Federn“ im Politik­teil er­schienenen Artikel für diese Zeitung hat Peter Eisenberg als Stimme der Vernunft und der Mäßigung Laut gegeben. Das war damals schwer genug; denn es ging um die Recht­schreib­reform, einen der absurdesten kultur­politischen Fehl­griffe, die sich die­ses Land, an­geleitet von ihre Kompetenz über­schreitenden und partiell auch noch ahnungs­losen Kultus­ministern, in den ver­gangenen Jahren geleistet hat.
: Wie meinen? Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 130, s. 1, Politik (335 wörter)
Wenn dieser Rat nun an diesem Freitag in Wien zusammen­kommt, um über die so­genannte gender­gerechte Sprache zu beraten […], dann ist geschärfte Aufmerksam­keit vonnöten, um einem neuerlichen Desaster entgegen­zuwirken […]. Oder soll es dermaleinst, nachdem alle Gremien ihre Arbeit gemacht haben und auch die Politik, wie damals bei der Rechtschreib­reform, ihren in der Sache ja über­haupt nicht statt­haften Beitrag geleistet hat, tatsächlich und verbindlich heißen: "Liebe Ärztinnen und Ärzte" beziehungs­weise, die Ein­beziehung aller möglichen Geschlechter vollends garantierend, "Ärzt*nnen"?
: Sprache hat das letzte Wort. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 123, s. 35, Feuilleton
Wir klagen gerne über den Zustand des Deutschen. Jutta Limbachs Buch hat im "Lesesaal" eine Debatte darüber in Gang gesetzt. […] Die keineswegs nur von Erbsenzählern geäußerte Sorge ums Deutsche ist gleichwohl nicht unbegründet. Sie drückt sich aus in einer Vielzahl von Zeitungsartikeln, Aufsätzen und Büchern und mag sich auch dem Bewusstsein verdanken, dass die Sprachpolitik politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen wie Globalisierung und Migration hinterherhinkt - womit freilich schon vorausgesetzt ist, dass es so etwas wie "Sprachpolitik" überhaupt gibt. Sie wäre an die Möglichkeit geknüpft, dass es einer Instanz, die gleichsam außerhalb oder über der Sprachgemeinschaft anzusiedeln wäre, möglich ist, korrigierend einzugreifen. Dabei stellt sich sofort das Legitimationsproblem: Wer kann und darf hier überhaupt Vorschriften machen? Welche Auseinandersetzungen das nach sich zieht, hat man bei der Rechtschreibreform gesehen.
: Im Turm von Babel. Was wird aus der deutschen Sprache im vereinigten Europa? Süddeutsche Zeitung, , Feuilleton
Der Stellenwert der deutschen Sprache ist umso ungewisser, als von einer einheitlichen Sprachpolitik keine Rede sein kann. […] Unterdessen haben sich hierzulande die Kultusminister und Philologen in der Diskussion um die Rechtschreibreform aufgerieben. Statt die Unerläßlichkeit mutter- wie fremdsprachlicher Kompetenz in den Blick zu rücken, haben sie sich ganz nutzlos darüber gestritten, ob es nun richtig sei, wenn man ,Schiffahrt' mit drei f schreibt.

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