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2020-4-13
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Riebe, Manfred

neu : Kurt Reumann, ein Journalist gegen die Rechtschreibreform. , , Forum
Reumann ist einer der wenigen Journalisten, die über die Rechtschreibreform berichteten und sie kommentierten. Er trug wesentlich dazu bei, daß die Rechtschreibreform in der FAZ auch von fremden Autoren kommentiert wurde.
: Was die Rechtschreibdiktatur zerstört. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 189, s. 8, Briefe an die Herausgeber (331 wörter)
Die Hauptfrage, mit der sich weder die Reformer noch die Kultusminister auseinandergesetzt haben, lautet: Welches Prinzip soll für die Orthographie gelten? Präskription oder Deskription? Beides zugleich geht nicht. […] Seit 1996 gibt es in den Wörterbüchern einen Mischmasch der beiden einander widersprechenden Prinzipien […]. Der Deutsche Bundestag beschloß am 26. März 1998: "Die Sprache gehört dem Volk!" Das bedeutet Deskription.

So wäre die buchstabenschrift nicht erfunden worden, aber damals gab es weder die schulpflicht noch den deutschen bundestag, nur das volk und eventuell irgendwelche rechtschreibdiktatoren.

: Fauler Kompromiß und tätige Reue. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 180, s. 6, Briefe an die Herausgeber (408 wörter)
Völlig anders und radikal äußerte sich Zehetmair vor einigen Monaten in einem authentischeren Interview: "Aber aus heutiger Sicht und noch deutlicherer Kenntnis der deutschen Wesensart würde ich die Sache heute ganz zum Scheitern bringen. […]"

Ja, das könnte es sein: die deutsche wesensart.

: Die Reformer haben die Eindeutigkeit der Orthographie zerstört. Der Aufwand der Rechtschreibreform steht in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen; eine Replik auf ein MAZ-Interview. Märkische Allgemeine,
Jedenfalls haben die Reformer auch durch die willkürliche Schaffung von Varianten, Beliebigkeitsklauseln und grammatisch falschen oder semantisch irreführenden Schreibungen die Eindeutigkeit und Einheitlichkeit der Orthographie Konrad Dudens zerstört. Wenn kein eindeutiger Rechtschreib­maßstab mehr da ist, hat dies fatale Folgen für die Unterrichts-, Schreib-, Korrektur- und Benotungspraxis. Es ist daher ganz offen­sichtlich, daß […] erhebliche sprachliche und darüber hinaus demokratische, pädagogische und obendrein riesige weltweite wirtschaftliche Schäden entstehen, die nach Schätzungen allein in Deutsch­land viele Milliarden Euro betragen.
: Deutscher Sprachpreis 2001 für den Kampf gegen die Verwahrlosung der Sprache durch die Rechtschreibreform. ,
Joachim Güntner deutet die Verleihung des Deutschen Sprach­preises 2001 negativ als bloßen Trostpreis. Güntner ist offenbar aus seiner pessimisti­schen Sicht der Dinge nicht in der Lage, die große Leistung Theodor Icklers zu er­kennen und zu würdigen.
: Gleichschaltung damals und heute. , , Kommentar
Es ist höchste Zeit, daß die ideologischen nationalsozialistischen und sozialistischen Quellen und totalitären Wurzeln der heutigen Rechtschreibreform und der ideologischen Gleichschaltung aufgedeckt werden. Damit sich die Geschichte nicht wiederholt, ist es notwendig, über die Themen „NS-Sprachpolitik“, „Rasse und Sprache“, „Verbot der deutschen Schrift im Jahre 1941“, „Gleichschaltung der deutschen Rechtschreibung“ und „Germanisierung der Schreibweise von Fremdwörtern“ aufzuklären und über die Verstrickung mancher Sprachwissenschaftler in Hitlers Rassen- und Lebensraum-Ideologie und Planung des Deutschen als einer Herrschaftssprache zu informieren. Ganzer artikel.
: Interessenkollision beim rechten Schreiben. Im Profil: Rudolf Hoberg, Gesellschaft für deutsche Sprache; SZ vom 29. Juni (I). Süddeutsche Zeitung, , nr. 160, s. 10, Briefe an die Süddeutsche Zeitung
Ziel der Rechtschreibreformer ist es, möglichst alle Schlüsselpositionen in den Sprachvereinen zu besetzen. So wurde Rudolf Hoberg neuer Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS).
neu : Mit Software wirksam die deutsche Sprache verhunzt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 144, s. 8, Briefe an die Herausgeber (441 wörter)
Aber bei einer Podiums­diskussion […] über die Rechtschreib­reform am 18. März 1997 […] meinte der bayerische SPD-Landtags­abgeordnete Wolfgang Gartzke: "Germanisten werden das Problem nicht lösen. Während die noch diskutieren, wird die Firma Microsoft mit einem Rechtschreib­programm den Streit entscheiden." […] Wer mit E-mails arbeitet, sieht, wie die deutsche Recht­schreibung inter­nationalisierend verhunzt und unsere Sprache anglisiert wird, ohne daß der Staat eingreift, der sich doch als Wächter der Recht­schreibung aufspielt.
: Zu: "Gauck übt scharfe Kritik an Ostdeutschen"; WELT vom 17. Mai. Die Welt, , nr. 122, s. 11, Forum, Leserbriefe
Die Politiker mißbrauchen skrupellos ihre Macht und setzen sich über den Willen des Volkes hinweg. Gäbe es einen Bundes-Volksentscheid, dann gäbe es keinen Angriffskrieg in Jugoslawien, keinen Euro und keine Rechtschreibreform.
: Leserstimmen. Böse Mächte? Der Standard, , s. 18
Betrifft: "Das Plebiszit naht. Rechtschreibreform und Unbehagen" von Michael Cerha, STANDARD Nr. 3119, 20. 3. 1999. […] Studiendirektoren der bundesweiten Initiative Lehrer gegen die Rechtschreibreform haben mittlerweile allerdings nachgewiesen, daß gerade durch die neue ss-Schreibung die Zahl der Rechtschreibfehler steigt. So müssen also nur wegen der Profitinteressen bestimmter Medienkonzerne alle Deutschlernenden sowie sämtliche Bibliotheken weltweit neue Sprach- und Wörterbücher kaufen.
: Nichtige Reibereien zwischen dem s und dem ß (IV). Süddeutsche Zeitung, , nr. 74, s. 12, Briefe an die Süddeutsche Zeitung
Aber Studiendirektoren der Initiative "Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform" haben nachgewiesen, daß sich gerade durch die neue ss-Schreibung die Zahl der Rechtschreib­fehler erhöht.
: Zeitungsverleger als Rechtschreibdiktatoren (II). Die Welt, , nr. 51, s. 11, Forum, Leserbriefe
Nachdem das Duden-Monopol gebrochen wurde, benehmen sich nun auch die Nachrichtenagenturen wie Wettbewerber in einer freien Marktwirtschaft. Ohne Legitimation verwenden sie die Wörter wie eine herrenlose, allgemein verfügbare Ware. […] Im Gegensatz zur Politik geht es aber in der Sprach­wissenschaft bei Problem­lösungen nicht um Kompromisse, sondern es sollte kompromißlos um die Erkenntnis gehen, ob etwas richtig oder falsch ist.

Zur legitimation: Gehört die sprache nun dem volk oder nicht? Die agenturen sind ja mindestens ein teil des volks. (Materiell halten wir es allerdings nicht für eine gute idee, die neuregelung nur teilweise zu übernehmen.) — Zum satz "Im Gegensatz zur Politik . . .": Ein schöner satz eines idealisten; so schön, dass wir ihn innerhalb unseres bundes schon oft gehört haben. Er wird gebraucht von leuten, die politik und justiz aus der reform­diskussion heraushalten wollen. Zu ihnen gehören die deutschen reform­gegner aber ganz sicher nicht.

: Unstimmigkeiten in der Orthographie. Zu: Glaubenskrieg in der Fussgängerzone, SZ vom 30./31. Januar. Süddeutsche Zeitung, , nr. 28, s. 10, Briefe an die Süddeutsche Zeitung
Wegen ihrer Mängel kann die Rechtschreibreform an den Schulen nur mangelhaft umgesetzt werden, falls sie überhaupt umgesetzt wird.
: Für manche muß sich die Reform lohnen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 295, s. 11, Briefe an die Herausgeber
Betroffen sind wir alle, die zum Neuschrieb gezwungen werden, Schüler, Autoren, Sekretärinnen, Beamte und künftig auch Journalisten. […] Warum wollen die Nachrichtenagenturen den Lesern den immer noch mangelhaften Neuschrieb gegen deren Willen aufzwingen? […] Ickler gibt die Antwort: Die Investitionen der beteiligten Verlage als Reformvermarkter müssen sich amortisieren.
: Naheliegenden Vergleich als persönlichen Angriff mißverstanden III. Süddeutsche Zeitung, , nr. 122, Briefe an die Süddeutsche Zeitung
Die Rechtschreib­reform greift nicht nur in die Schulsprache, sondern auch in die Rechts-, Gesetzes-, Amts- und Wirtschaftssprache ein. Weshalb bleibt das Bundesverwaltungs­gericht bei solch einem wesentlichen Eingriff untätig und wartet die Entscheidung des Bundesverfassungs­gerichts ab, anstatt selbst die Rechtschreib­reform zu stoppen?
: Lehrern kürzere Arbeitszeit verheißen. Süddeutsche Zeitung, , s. 13, Leserbriefe (419 wörter)
Er [Zabel] habe auch kein Verständnis für Eisen­berg, der sich als Reform­gegner in die Kommission habe hinein­wählen lassen. Für seine öffentliche Aussage in einer Berliner Talkshow, die Reform sei sprach­wissenschaftlich unhaltbar und gehöre auf den Müll, habe sich Eisen­berg inzwischen in der Kommission tausend­fach entschuldigt.

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