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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

personen → Walter Heuer
2020-5-10

Wer ist wer in der reformdiskussion? Namen, zitate, anmerkungen.

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Heuer, Walter

biografie

geb. 25. 10. 1908 in Aegerten BE

gest. 7. 9. 1977 in Küsnacht ZH

schriftsetzer

korrektor in Luzern, Basel, Bern

1944 sprachlehrer für setzerklassen und an gewerbeschule

1. 8. 1950 bis 31. 12. 1973 chefkorrektor: Neue Zürcher Zeitung

verweis


Zitate

, ,

Noch im Jahre 1968 hatte ihr [der NZZ] da­maliger Chef­korrektor Walter Heuer, über Jahr­zehnte das ortho­graphische Gewissen des Blattes und Verfasser einschlägiger Fachliteratur, in einem ganz­seitigen Aufsatz mit dem Titel «Der Druck­fehler­teufel und seine Wider­sacher» die Leserinnen und Leser um Verständnis und Nachsicht bei der Be­urteilung der Korrektorats­arbeit gebeten. Heute können wir nur un­gläubig darüber staunen, wie viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt man zu Heuers Zeiten den Regeln von Orthographie und Inter­punktion – jeden­falls bei der NZZ – an­gedeihen liess.

Peteremueller, de.wikipedia.org, 11. 6. 2011

Heuer war ein entschiedener Gegner der so­genann­ten ge­mässigten Klein­schreibung, die stets ein Anliegen von Reformern gewesen war; er war auch gegen die Abschaffung der Dehnungs­zeichen und die forcierte Ein­deutschung der Fremd­wörter. Als Kritiker von zu starren Fest­legungen durch den Duden war er aber Reformen durchaus gewogen.

Esthy Rüdiger, Bieler Tagblatt, 17. 1. 2017

Walter Heuer war zwar in seiner Art ein Reformer, aber dennoch gemässigt. Die meisten um­strittenen Reform­projekte unter­stützte er nicht. Dazu zählte etwa die grund­sätzliche Klein­schreibung, die Ab­schaffung der Dehnungs­zeichen oder jene des scharfen S (ß). Er forcierte zudem die Ein­deutschung der Fremd­wörter.