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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

personen → Richard Schrodt

Wer ist wer in der reformdiskussion? Namen, zitate, anmerkungen.

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Schrodt, Richard

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prof. dr.
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biografie

geb.

gest. , Wien

1991 bis 2013 tit. ao.-professor: institut für germanistik, universität Wien

1997-03 mitglied: zwischenstaatliche kommission für deutsche rechtschreibung

2004-12-17 bis 2016 mitglied: rat für deutsche rechtschreibung

präsident: Österreichische gesellschaft für sprache und schreibung

forschungs­schwerpunkte
historische deutsche syntax, sprachwandelmodelle, deutsche grammatik, rechtschreibung und ihre reform, didaktik der deutschen grammatik, sprache in der politik, werbesprache, sprachlogik, kommunikationsethik, semiotik, mitglied des rates für deutsche rechtschreibung

Zitate

Universität Wien, vorlesungs­verzeichnis, wintersemester 1998/99. 708026, Sprach­wissen­schaftliches Seminar: Die Recht­schreib­reform: linguistische, sozio­linguistische und sprachpolitische Aspekte

Kommentar: Die rechtschreibung wurde lange zeit von der sprach­wissen­schaft ver­nachlässigt. Das hat sich erst in den letzten jahren geändert, als die ein­führung einer reform immer konkreter wurde. Nun zeigt sich, dass probleme offen bleiben und manche regelungen nicht ausser frage stehen. Weitere fragen sind: Ist die reform nur ein reförmchen? Warum konnte die gemässigte klein­schreibung nicht durchgesetzt werden? Wer sind und was wollen die reform­gegner? Wie könnte eine bessere recht­schreibung aussehen?

König, Ewald: Die Wende und der Wandel der Wörter. EurActiv.de, 13. 10. 2010

Ob er mit der Reform letztlich zufrieden sei? „Sehr schwere Frage. Unter den ge­gebenen Um­ständen bin ich einiger­maßen zu­frieden. Aber bedenkt man, was man hätte erreichen können, dann kann man nur unzu­frieden sein. Ich hätte ja die gemäßigte Klein­schreibung propagiert, hat sich nicht durch­gesetzt, daher gibt es immer noch In­konsequenzen im Regel­werk mit der Groß- und Klein­schreibung und so weiter.“ […] Was ihn am meisten ärgere? „Ich versuche, mich nicht zu ärgern. Schon gar nicht über die Recht­schreibung. Aber Fälle wie Kopf stehen und Eis laufen können heute auch klein geschrieben werden. Das halte ich für falsch, denn hier sind es ein­deutig Substantiva. Dem Geist des Regel­werks nach wäre das nicht notwendig gewesen.“ […] „Wir waren ja von staatlichen Stellen ein­gesetzt und haben unsere Arbeit gemacht. Ich bin noch immer fest über­zeugt, dass unsere Arbeit sehr gut war und wir die Dinge mit kühlem Kopf zu Papier gebracht haben. Was die Politik damit gemacht hat – darauf hatten wir keinen Einfluss.“