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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

personen → Eugen Wüster

Wer ist wer in der reformdiskussion? Namen, zitate, anmerkungen.

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Wüster, Eugen

titel
prof. dr.
biografie

geb. , Wieselburg (Niederösterreich)

gest. , Wien

studium: elektrotechnik

begründer der modernen terminologie­wissenschaft

förderer von esperanto und interlingua

bild: Öster­reichische national­bibliotek
porträt
verweise
de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Wüster
www.onb.ac.at/sammlungen/plansprachen/15577.htm

Zitate

, ,

Das Beste der Reform [von 1996] ist die Freigabe der übermäßig verzwickten und kaum erklärbaren Regeln von Zweifelsfällen; zum Beispiel die Unterscheidung zwischen der Diskussion eines Problems „im ganzen“ (nämlich mit allen seinen inneren Details) und „im Ganzen“ (nämlich mit allen seinen äußeren Zusammenhängen). Aber auch hier geht die Reform nicht so weit, wie Eugen Wüster, ein Mitglied der österreichischen Kommission, schon einmal gegangen ist, der rund neunzig Prozent aller Groß- und Kleinschreibungen durch zwei Regeln abdecken konnte und die restlichen zehn Prozent zur Freigabe vorschlug.

Der österreichische Sägen­fabrikant Wüster war ein halb genialer und halb – na ja – sonderlings­hafter Amateur­linguist und hat versucht, die traditionellen Probleme der GKS durch radi­kalisierte Groß­schreibung zu lösen. Obwohl von Linguisten stark kritisiert, ist seine Vorlage leicht ab­gemildert in die Reform­vorschläge ein­gegangen, nachdem es mit der "gemäßigten Klein­schreibung" nichts geworden war (also etwa ab 1993).