Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)
Lahme kolumne
Zur kolumne Lahmes Deutschland von Maxim Biller
Die Zeit,
Maxim Biller diagnostiziert für Deutschland «neue Schlendrian-Mentalität» und «Schlampigkeit». Ob das zutrifft, wissen wir als auswärtige nicht. Dass er es mit der 2. rechtschreibreform (nicht mit der 1. von 1901?) in verbindung bringt, betrifft hingegen auch uns.
Dazu fällt uns nur ein, wenn wir das hier kolumnistenhaft verkürzen dürfen, dass die nöte der deutschländischen innenpolitik nicht alles erklären, was auf der welt passiert. Das gilt auch für die deutsche sprache, die – was dem kolumnisten anscheinend nicht bekannt ist – auch ausserhalb Deutschlands gesprochen und geschrieben wird.
«Das Werk der Männer, welche vor 25 Jahren die deutsche Rechtschreibung regeln sollten, hat kein Uebermass von Beifall und Anerkennung gefunden.» Diese feststellung des bayerischen professors Th. Sprater von 1901 gilt auch heute, Billers vorwurf, man habe neue regeln und ausnahmen für die schulrechtschreibung erfunden, trifft jedoch weder für die erste noch für die zweite reform zu. Im gegenteil: Regeln und ausnahmen wurden beseitigt. Nicht in dem ausmass, das wir gewünscht hätten, aber immerhin. Natürlich waren die rechtschreibreformen von 1901 und 1996 in diesem sinn «vermasselt», aber dieses schicksal teilt die deutsche sprache mit einem grossen teil aller sprachen. Ausserdem: Nach der reform ist vor der reform und nach wie vor sitzen fachleute im deutschen, im englischen, im niederländischen sprachgebiet zusammen. Es ist nämlich die aufgabe von fachleuten, sich mit ihrem fachgebiet zu befassen und an verbesserungen zu arbeiten. Oder wie es Walter Porstmann ausdrückte: «die zielbewusste normung muss immer auf dem sprung sein, die normen neuen verhältnissen anzupassen – eben zu verbessern.»
Auf dem sprung sein – das gefällt uns besser als das dumpfe, lahme festhalten am gewohnten.
Bund für vereinfachte rechtschreibung, Rolf Landolt, Zürich (vorsitzer)
Über einen abdruck in unserer schreibweise würden wir uns freuen. Aber im gegensatz zu einigen leuten, die sprache und schreibung verwechseln, sind wir überzeugt, dass der text auch gemäss duden 29. aufl., duden 20. aufl., duden 1. aufl., in fraktur, steno, braille, kyrillischer schrift usw. lesbar ist.
Lahme Kolumne
Maxim Biller diagnostiziert für Deutschland «neue Schlendrian-Mentalität» und «Schlampigkeit». Ob das zutrifft, wissen wir als Auswärtige nicht. Dass er es mit der 2. Rechtschreibreform (nicht mit der 1. von 1901?) in Verbindung bringt, betrifft hingegen auch uns.
Dazu fällt uns nur ein, wenn wir das hier kolumnistenhaft verkürzen dürfen, dass die Nöte der deutschländischen Innenpolitik nicht alles erklären, was auf der Welt passiert. Das gilt auch für die deutsche Sprache, die – was dem Kolumnisten anscheinend nicht bekannt ist – auch außerhalb Deutschlands gesprochen und geschrieben wird.
«Das Werk der Männer, welche vor 25 Jahren die deutsche Rechtschreibung regeln sollten, hat kein Uebermass von Beifall und Anerkennung gefunden.» Diese Feststellung des bayerischen Professors Th. Sprater von 1901 gilt auch heute, Billers Vorwurf, man habe neue Regeln und Ausnahmen für die Schulrechtschreibung erfunden, trifft jedoch weder für die erste noch für die zweite Reform zu. Im Gegenteil: Regeln und Ausnahmen wurden beseitigt. Nicht in dem Ausmaß, das wir gewünscht hätten, aber immerhin. Natürlich waren die Rechtschreibreformen von 1901 und 1996 in diesem Sinn «vermasselt», aber dieses Schicksal teilt die deutsche Sprache mit einem großen Teil aller sprachen. Außerdem: Nach der Reform ist vor der Reform und nach wie vor sitzen Fachleute im deutschen, im englischen, im niederländischen Sprachgebiet zusammen. Es ist nämlich die Aufgabe von Fachleuten, sich mit ihrem Fachgebiet zu befassen und an Verbesserungen zu arbeiten. Oder wie es Walter Porstmann ausdrückte: «die zielbewusste normung muss immer auf dem sprung sein, die normen neuen verhältnissen anzupassen – eben zu verbessern.»
Auf dem Sprung sein – das gefällt uns besser als das dumpfe, lahme Festhalten am Gewohnten.
Lahme Kolumne
Maxim Biller diagnostiziert für Deutschland «neue Schlendrian-Mentalität» und «Schlampigkeit». Ob das zutrifft, wissen wir als Auswärtige nicht. Daß er es mit der 2. Rechtschreibreform (nicht mit der 1. von 1901?) in Verbindung bringt, betrifft hingegen auch uns.
Dazu fällt uns nur ein, wenn wir das hier kolumnistenhaft verkürzen dürfen, daß die Nöte der deutschländischen Innenpolitik nicht alles erklären, was auf der Welt passiert. Das gilt auch für die deutsche Sprache, die – was dem Kolumnisten anscheinend nicht bekannt ist – auch außerhalb Deutschlands gesprochen und geschrieben wird.
«Das Werk der Männer, welche vor 25 Jahren die deutsche Rechtschreibung regeln sollten, hat kein Uebermass von Beifall und Anerkennung gefunden.» Diese Feststellung des bayerischen Professors Th. Sprater von 1901 gilt auch heute, Billers Vorwurf, man habe neue Regeln und Ausnahmen für die Schulrechtschreibung erfunden, trifft jedoch weder für die erste noch für die zweite Reform zu. Im Gegenteil: Regeln und Ausnahmen wurden beseitigt. Nicht in dem Ausmaß, das wir gewünscht hätten, aber immerhin. Natürlich waren die Rechtschreibreformen von 1901 und 1996 in diesem Sinn «vermasselt», aber dieses Schicksal teilt die deutsche Sprache mit einem großen Teil aller sprachen. Außerdem: Nach der Reform ist vor der Reform, und nach wie vor sitzen Fachleute im deutschen, im englischen, im niederländischen Sprachgebiet zusammen. Es ist nämlich die Aufgabe von Fachleuten, sich mit ihrem Fachgebiet zu befassen und an Verbesserungen zu arbeiten. Oder wie es Walter Porstmann ausdrückte: «die zielbewusste normung muss immer auf dem sprung sein, die normen neuen verhältnissen anzupassen – eben zu verbessern.»
Auf dem Sprung sein – das gefällt uns besser als das dumpfe, lahme Festhalten am Gewohnten.
Lahme Kolumne
Maxim Biller diagnostiziert für Deutschland «neue Schlendrian-Mentalität» und «Schlampigkeit». Ob da zutrifft, wissen wir al Auwärtige nicht. Das er e mit der 2. Rechtschreibreform (nicht mit der 1. von 1901?) in Verbindung bringt, betrifft hingegen auch un.
Dazu fällt un nur ein, wenn wir da hier kolumnistenhaft verkürzen dürfen, das die Nöte der deutschländischen Innenpolitik nicht alle erklären, wa auf der Welt passiert. Da gilt auch für die deutsche Sprache, die – wa dem Kolumnisten anscheinend nicht bekannt ist – auch außerhalb Deutschland gesprochen und geschrieben wird.
«Da Werk der Männer, welche vor 25 Jahren die deutsche Rechtschreibung regeln sollten, hat kein Uebermas von Beifall und Anerkennung gefunden.» Diese Feststellung de bayerischen Professor Th. Sprater von 1901 gilt auch heute, Biller Vorwurf, man habe neue Regeln und Aunahmen für die Schulrechtschreibung erfunden, trifft jedoch weder für die erste noch für die zweite Reform zu. Im Gegenteil: Regeln und Aunahmen wurden beseitigt. Nicht in dem Aumaß, da wir gewünscht hätten, aber immerhin. Natürlich waren die Rechtschreibreformen von 1901 und 1996 in diesem Sinn «vermasselt», aber diese Schicksal teilt die deutsche Sprache mit einem großen Teil aller sprachen. Außerdem: Nach der Reform ist vor der Reform und nach wie vor sitzen Fachleute im deutschen, im englischen, im niederländischen Sprachgebiet zusammen. E ist nämlich die Aufgabe von Fachleuten, sich mit ihrem Fachgebiet zu befassen und an Verbesserungen zu arbeiten. Oder wie e Walter Porstmann audrückte: «die zielbewusste normung mus immer auf dem sprung sein, die normen neuen verhältnissen anzupassen – eben zu verbessern.»
Auf dem Sprung sein – da gefällt un besser al da dumpfe, lahme Festhalten am Gewohnten.








Ламе колумне
Максим Биллер диаґностицирт фюр Деучланд «неуе Шлендриан-Менталитэт» унд «Шлампиґкеит». Об дас цутриффт, виссен вир алс аусвэртиґе нихт. Дасс ер ес мит дер 2. рехтшреибреформ (нихт мит дер 1. фон 1901?) ин фербиндунґ бринґт, бетриффт гинґеґен аух унс.
Дацу фэллт унс нур еин, венн вир дас гир колумнистенгафт феркюрцен дюрфен, дасс ди нёте дер деучлэндишен инненполитик нихт аллес ерклэрен, вас ауф дер велт пассирт. Дас ґилт аух фюр ди деуче шпрахе, ди – вас дем колумнистен аншеиненд нихт беканнт ист – аух ауссергалб Деучландс ґешпрохен унд ґешрибен вирд.
«Дас Верк дер Мэннер, велхе фор 25 Ярен ди деуче Рехтшреибунґ реґелн золлтен, гат кеин Уебермасс фон Беифалл унд Анеркеннунґ ґефунден.» Дизе фестштеллунґ дес баеришен профессорс Тг. Шпратер фон 1901 ґилт аух геуте, Биллерс форвурф, ман габе неуе реґелн унд ауснамен фюр ди шулрехтшреибунґ ерфунден, триффт едох ведер фюр ди ерсте нох фюр ди цвеите реформ цу. Им ґеґентеил: Реґелн унд ауснамен вурден безеитиґт. Нихт ин дем аусмасс, дас вир ґевюншт гэттен, абер иммергин. Натюрлих варен ди рехтшреибреформен фон 1901 унд 1996 ин дизем зинн «фермасселт», абер дизес шиккзал теилт ди деуче шпрахе мит еинем ґроссен теил аллер шпрахен. Ауссердем: Нах дер реформ ист фор дер реформ унд нах ви фор зиццен фахлеуте им деучен, им енґлишен, им нидерлэндишен шпрахґебит цузаммен. Ес ист нэмлих ди ауфґабе фон фахлеутен, зих мит ирем фахґебит цу бефассен унд ан фербессерунґен цу арбеитен. Одер ви ес Валтер Порстманн аусдрюккте: «ди цилбевуссте нормунґ мусс иммер ауф дем шпрунґ зеин, ди нормен неуен фергэлтниссен анцупассен – ебен цу фербессерн.»
Ауф дем шпрунґ зеин – дас ґефэллт унс бессер алс дас думпфе, ламе фестгалтен ам ґевогнтен.