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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

stichwort → grossschreibung
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grossschreibung

definition
Markierte schreibung des 1. buch­stabens eines worts in alfabet­schriften, die über gross­buchstaben (versalien, majuskeln) verfügen.
verweise

de.wikipedia.org/wiki/Großschreibung

de.wikipedia.org/wiki/Kleinschreibung

Varianten

zweck anwendung begriffe in der diskussion
keine gross­buchstaben z. b. semitische und indische schriften; mehrfach auch für das deutsche vorgeschlagen
markierung der satz­anfänge alle schriften mit gross­buchstaben (lateinisch, grie­chisch, kyrillisch); immer in verbindung mit der markierung der eigennamen  
markierung der eigen­namen alle schriften mit gross­buchstaben; unser ziel für das deutsche
markierung der substan­tive nur deutsch (bis 1948 auch dänisch, neuer­dings auch luxembur­gisch) substantiv­gross­schreibung, grammati­kalische gross­schreibung
markierung be­stimm­ter aus­drücke eng­lisch: I, wörter in überschriften  

Zitat

Zunächſt fragt es ſich: Wie weit ſoll die Groß­ſchreibung ausgedehnt werden? Keinem Volke, das ſich der lateiniſchen Schrift (der antiqua) bedient, iſt es eingefallen, außer den Eigen­namen ein Wort groß zu ſchreiben. Im erſten Jahr­hundert des Buch­druckes begann die Schrift eckig zu werden, und man gefiel ſich darin, die Initialen farbig darzu­ſtellen und zu verſchnörkeln. Dieſe ge­ſpreizten Anfangs­buchſtaben giengen dann im 16. Jahr­hundert, als die Fraktur ent­ſchiedener hervortrat, auf die Subſtantive über, anfangs ſchwankend und unſicher. Gewiſſe Begriffe wollte man hervor­heben, z. B. Graf, Freiherr, Reich, Chriſten­thum; in einem Buche von 1537 ſchrieb man: „außer dem heyligen Reiche Deutſcher nation“, „keyn ſtimm im Reichs­radt“, „auß. unſer Keyſerlicher macht diſe, gegen­wertige ordnung“ etc. Im 17. Jahrhundert ſtand die Großſchreibung der Subſtantive, die man als Hauptwörter anſah, ganz feſt, bis auf die Bibel­ausgaben […].