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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

personen → Horst Sitta
2020-5-31

Wer ist wer in der reformdiskussion? Namen, zitate, anmerkungen.

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Sitta, Horst

titel

prof. em. dr.

biografie

geb. 5. 5. 1936, Teplitz-Schönau (CSR)

gest. 25. 5. 2020, CH-8704 Herrliberg ZH

1966 bis 1971 wissen­schaftlicher assistent: lehrstuhl für deutsche filologie (Hans Glinz) im germanisti­schen institut der Rheinisch-west­fälischen techni­schen hoch­schule Aachen

1971 bis 1976 professor für deutsche sprache und literatur und ihre didaktik: abteilung Aachen der pädagogischen hoch­schule Rhein­land

1976 bis 2001 professor für deutsche sprache (unter be­sonderer berück­sichtigung der gegenwarts­sprache): universität Zürich, deutsches seminar

1986 bis 1995 vorsitz: arbeits­gruppe rechtschreib­reform der edk

1997 mitglied: zwischen­staatliche kommission für deutsche recht­schreibung


Zitate

Universität Zürich, linguisti­sche ab­teilung des deut­schen se­minars, ds.uzh.ch/p/sitta, 6. 2020

Er hat in der Grammatik­schreibung wie auch in der Deutsch­didaktik Standards gesetzt, die bis heute Gültigkeit besitzen, und er hat als äusserst beliebter Hochschul­lehrer Generatio­nen von Studierenden für sprach­wissen­schaftliche und sprach­didaktische Frage­stellungen begeistert. In seinem Engage­ment für den Brückenschlag zwischen Hochschule und Schule hat er die Sprach­didaktik nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Liechten­stein, Deutschland, Österreich und Italien mass­geblich geprägt. Die germanistische Sprach­wissenschaft verliert mit ihm einen Forscher, der sich in seiner gesamten wissen­schaftlichen Arbeit, in seiner Tätigkeit in Forschungs­gremien und Bildungs­institutionen und auch als Vertreter der Schweiz in der Zwischen­staatlichen Kommission für deutsche Recht­schreibung für die Verbindung von Wissenschaft und Öffentlich­keit eingesetzt hat und der bis zuletzt wissen­schaftlich aktiv war.

Horst Sitta, Neue Luzer­ner Zeitung, 5. 8. 2000

Es geht im Grunde um die Frage, wie viel an Ver­änderung einem zu­gemutet wird. Die Profiteure sind ja nicht wir Alten, die uns die Regeln und Ausnahmen der bisherigen Recht­schreibung mühsam an­geeignet haben — die Frage ist doch vielmehr, an wen man bei der Reform denkt.