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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

personen → Adolf Muschg

Wer ist wer in der reformdiskussion? Namen, zitate, anmerkungen.

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Muschg, Adolf

titel

prof. dr. phil.

wohnort

Hasenackerstrasse 24, CH-8708 Männedorf

biografie

geb. 13. 5. 1934, Zollikon

1965 schriftsteller (romane, erzählungen, dramatische texte).

1970 bis 10. 1999 professor für deutsche sprache und literatur: ETH Zürich

mitglied: Sozialdemokratischen partei der Schweiz (SPS)

1976 mitglied: Akademie der Künste, Berlin

1998 unterzeichner: erklärung professoren gegen rechtschreibreform

10. 5. 2003 bis 15. 12. 2005 präsident: Akademie der Künste, Berlin

korrespondierendes mitglied: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung


Zitate

Adolf Muschg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. 7. 2000

Gelobt sei die F.A.Z. – endlich eine Instanz, die dem falschen, weil künstlich fabrizierten und läppischen Sachzwang in die Parade fährt. Der Bundes­präsident mag Rau bleiben, das Klima lieber nicht.

Jürg Nieder­hauser, Der Bund, 10. 8. 2000

Dass sprachsensible Menschen wie Schrift­stellerinnen und Schrift­steller einer Neuregelung der Recht­schreibung besonders skeptisch gegenüber­stehen, ist nicht ver­wunderlich und ist ihr gutes Recht. Etwas merkwürdig wirkt es allerdings, wenn etwa ein Adolf Muschg oder ein Thomas Hürlimann ihre Meinung äussern und sich dabei auch noch als sprach- und sachkundig ausgeben wollen.

Adolf Muschg, zitiert von Rudolf Keller im landrat des kantons Basel­land, 11. 11. 2004, gemäss proto­koll

«Sprache ist das lebendigste und kost­barste, was Menschen teilen und mit dem sie sich mit­teilen. Die ur­sprüngliche Absicht der Reform, zu einer ver­nünftigen Klein­schreibung zu kommen, hätte ich noch begrüsst. Jetzt aber ist man bei einem künstlichen Barock gelandet mit der Gross- und Klein­schreibung. Für mich ist diese büro­kratische Sprach­reform eine reine Zwänge­rei.»